Amnesty International Gruppe Tirschenreuth

Impressum | Login

Gruppe Tirschenreuth

StartseitePresse

Presseartikel über die Gruppe 1342 Tirschenreuth

Amnesty-Briefmarathon am Beruflichen Schulzentrum Wiesau
eigener Bericht vom 23.12.2016

Zahlreiche Briefe gegen das Vergessen haben die Klassen des Berufsschulzentrums Wiesau im Rahmen des Briefmarathons von Amnesty International geschrieben. Jedes Jahr im Dezember erinnert die Organisation an weltweite Menschenrechtsverletzungen und fordert Regierungen mit Unterstützung vieler Briefeschreiber auf, die weltweit gültigen Menschenrechtsregeln der UNO einzuhalten. Die Schüler nahmen sich Annie Alfred, einem Mädchen aus Malawi, an. Dieses hat in ihrer Haut einen Pigmentfehler und leidet daher unter dem sogenannten Albinismus. Menschen mit dieser Krankheit sind in Malawi vom täglichen Leben ausgeschlossen. Als Vertreter der Tirschenreuther Amnestygruppe nahm ai-Mitglied Thomas Döhler die Briefe der Schülerinnen und Schüler entgegen. Zuvor hatte Döhler die weltweite Arbeit der Amnesty vorgestellt. Anhand von Beispielen aus dem Alltag in der DDR konnte dargestellt werden, dass es bis 1989 auch auf deutschem Boden zahlreiche Menschenrechtsverstöße gegeben hat.

Klassleiterin Ute Döhler mit den Schülern bei der Übergabe der Briefe an Thomas Döhler (links)
Artikel bei ONetz: https://www.onetz.de/wiesau/vermischtes/schuelerhilfe-fuer-briefmarathon-d1720028.html
Artikel bei Oberpfalzecho: http://www.oberpfalzecho.de/2016/12/wiesauer-berufsschueler-setzen-sich-fuer-albino-maedchen-ein/

Schutz vor Verfolgung
aus Der Neue Tag vom 05.02.2016

Das Thema „Menschenrechte“, sagte Angela Ziegler, sollte auch in Rathäusern bekannt sein.Deshalb hatte die Vorsitzende der Kreisgruppe von Amnesty International in der Sitzung des Gemeinderats viel zu sagen.

Angela Ziegler hatte ein großes Plakat für das Rathaus mitgebracht, das sie an Bürgermeister Josef Schmidkonz überreichte. Jeder der Markträte erhielt außerdem Informationsmaterial. Darin nachzulesen sind auch die Menschenrechte.„Im Artikel 14 aus dem Jahre 1948 ist verankert, dass jeder das Recht hat, in anderen Ländern vor Verfolgungen Asyl zu suchen und zu genießen.“ Doch dies könne nur in wenigen Ländern beansprucht werden, sagte Ziegler auch im Hinblick auf die Flüchtlingskrise.

„Es ist furchtbar auf der Welt, wir kommen nicht mehr nach“, bedauerte sie die vielen Kriegs- und Krisengebiete weltweit, in denen Men schenrechte mit Füßen getreten und ignoriertw erden. DieVorsitzende verlas die weiteren, im Grundgesetz verankerten Menschenrechte.Gerne beantwortete Angela Ziegler auch Fragen der Markträte zu Amnesty International. DieO rganisation finanzieresich allein aus Beiträgen, Spen den und Vermächtnissen. Damit sei eine Einflussnahme auf die Arbeit weder durch Regierungen noch durch andere Institutionen möglich.


Artikel bei ONetz: https://www.onetz.de/maehring/politik/angela-ziegler-informiert-ueber-amnesty-international-schutz-vor-verfolgung-d1194623.html

Vortrag über Flüchtlingsgründe in Afrika
Acht große Staaten im Bürgerkrieg
aus Der Neue Tag vom 17.12.2015

Trotz zahlreicher Weihnachtsfeiern fand eine beachtliche Zahl an Interessenten den Weg zur Veranstaltung der "Amnesty International"-Kreisgruppe ins Landratsamt. Michael Schultheiß, Afrikaexperte und langjähriger Dozent für politische Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung, hielt ein umfassendes Referat zum Thema: "Menschenrechtssituation und Fluchtgründe".

Anlass war der "Tag der Menschenrechte", zu dem die weltweit tätige Organisation jährlich aufruft, um an die entsprechende Erklärung durch die UN-Vollversammlung zu erinnern. Die Veranstaltung wurde vom Bundesministerium im Rahmen des Bildungsprogramms "Demokratie leben" gefördert.

Nach der Begrüßung durch Angela Ziegler erwartete die Zuhörer eine detaillierte Schilderung der verschiedenen schwarzafrikanischen Staaten, die bemerkenswerte Unterschiede aufweisen, vor allem mit Blick auf ihre Entwicklung zur Demokratie. Drei Kategorien lassen sich deutlich erkennen: Länder, in denen Bürgerkrieg herrscht, Länder, die diktatorisch regiert werden und Länder, die sich auf einem guten Weg zur Stabilisierung unter demokratischen Einflüssen befinden. Der Referent bedauerte zutiefst, dass gerade Letztere in Medienberichten kaum vorkämen und damit die beispielgebende Hoffnung Afrikas wenig bekannt sei.

Namentlich erwähnte er den Senegal, der eine bemerkenswerte kulturelle Entwicklung vorweisen könne, sowie Angola und Namibia mit stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen. Allerdings befänden sich acht große Staaten seit vielen Jahren im Bürgerkrieg. Menschenrechtsverletzungen und damit zahlreiche Gründe zur Flucht gebe es in hohem Maße in Mali, Nigeria, Sudan, Ruanda, Burundi und Eritrea. Aber auch in anderen, zum Teil diktatorisch regierten Staaten im Gebiet der südlichen Sahara zwängen wirtschaftliche Missstände, Hungersnöte, Armut, mangelnde Infrastrukturen und fehlende soziale Versorgung viele Menschen zur Flucht.

Auf die Frage, wie man dem entgegenwirken kann, gab Schultheiß eine knappe, aber klare Antwort: mehr reellen Zugang landwirtschaftlicher Produkte der Afrikaner am Weltmarkt. Das würde einen Subventionsstopp für die Landwirtschaft in Europa zur Bedingung haben. Faire Preise für Rohstoffe und eine auf Bildungsprojekte ausgerichtete Entwicklungshilfe gehörten dazu. In diesem Zusammenhang sprach sich Schultheiß gegen Direktzahlungen aus. Erfolgreich seien sinnvolle Bemühungen aber nur da, wo kein Bürgerkrieg herrsche.

Für Bürgerkriege wiederum seien ideologische Motive der verschiedenen ethnischen Gruppen häufiger als religiöse die Ursache. Es gehe um Verteilungskämpfe rohstoffreicher Gebiete und immer noch um die Altlast willkürlich gezogener Grenzen während der Kolonialzeit. Zum Schluss ließ Schultheiß durchblicken, dass Konflikte zwischen den ethnischen Parteien von den Afrikanern selbst gelöst werden müssen.
Artikel bei ONetz: https://www.onetz.de/tirschenreuth/vermischtes/vortrag-ueber-fluechtlingsgruende-in-afrika-acht-grosse-staaten-im-buergerkrieg-d1177958.html

Interessierte Passanten nehmen „Hände hoch für Waffenkontrolle“
aus Der Neue Tag vom 29.06.2012

Den Schutz der Menschenrechte ins Bewusstsein rückte am Samstag Amnesty International. An der bayernweiten Aktion beteiligte sich auch die Tirschenreuther Gruppe mit einem Infostand auf dem Neukaufparkplatz in der Kreisstadt. ,,Hände hoch für Waffenkontrolle“ lautete der Slogan, der dazu dienen soll, strikte Maßnahmen gegen den internationalen Waffenhandel zu forcieren. Vor allem fordert die Organisation ein Verbot der Waffenlieferungen in Länder, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen oder in denen die Exporte die Bekämpfung der Armut gefährden. Um den interessierten Besuchern die Aktion bildlich vor Augen zu führen, wurden die Passanten auch dazu animiert, symbolisch Plastik- und Papierwaffen in einen Behälter zu werfen.


Artikel bei ONetz: https://www.onetz.de/tirschenreuth/lokales/interessierte-passanten-nehmen-haende-hoch-fuer-waffenkontrolle-d209057.html

Gründungsversammlung am 20.07.2011
aus der Neue Tag vom 23.07.2011

Für Welt ohne Furcht und ohne Not

Amnesty International seit Mittwoch mit einer eigenen Gruppe im Landkreis Tirschenreuth

Seit Mittwoch gibt es im Landkreis Tirschenreuth eine eigene Gruppe der weltweit tätigen Organisation Amnesty International
(ai). Hugo Braun-Meierhöfer aus Weiden fungierte bei der Feierstunde im Rathaussaal als eine Art „Pate“: Er unterzeichnete als Erster – wie danach viele Anwesende auch – die Gründungsurkunde. Für den besonderen musikalischen Rahmen sorgte das Kammermusik-Trio Jakob Schröder mit seinen Söhnen Jakob-Johannes und Jonas. Sprecherin der neuen Gruppe ist Angela Ziegler, der Braun-Meierhöfer einen Ablage-Ordner überreichte, der sich rasch füllen dürfte: „Wir schreiben Briefe gegen das Vergessen“, so erklärte Ziegler die Motivation zur Gründung einer eigenen Gruppe, ausgehend von der Weidener lokalen Gemeinschaft von Amnesty International.

„Es hat lange gedauert“

Nach regelmäßigen Treffen im Haus der evangelischen Kirchengemeinde in Mitterteich sei nun die Zeit reif für die Gründung der eigenen Gruppe. Deren Öffentlichkeitsarbeit übernimmt Magdalena Keilhauer, die von Hugo Braun-Meierhöfer eine gelbe „Stola“ bekam – ein ai Transparent. „Es hat lange gedauert, jetzt ist es so weit“, sagte Landrat Wolfgang Lippert, der Angela Ziegler seine unterschriebene Aufnahmeerklärung überreichte – zusammen mit einer finanziellen Spende. Eine eigene Gruppe im Landkreis Tirschenreuth bezeichnete Lippert in seinem Grußwort als wichtige Einrichtung: Dabei verwies der Landkreischef auf das „Gebetbuch“ von Amnesty International – die 30 Artikel der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. „Aber Papier ist geduldig“, so Lippert. Wirklichkeit und Ziele klafften weit auseinander. „Menschenrechtsverletzungen geschehen im Verborgenen“, so Lippert weiter. Diese sichtbar zu machen mit Kampagnen sei die wichtigste Aufgabe der Organisation. Lippert war erfreut darüber, dass künftig auf dem Weg zu einer Welt ohne Furcht und ohne Not auch im Landkreis Tirschenreuth Impulse ausgingen.

Konkrete Aufgabe

Über die Ziele und die Arbeit von Amnesty International informierte danach Hugo Braun-Meierhöfer: Der Schutz der Menschenrechte sei das große Ziel. Dabei nannte der Sprecher eine konkrete Aufgabe für die neue Gruppe im Landkreis – den Einsatz für einen inhaftierten Journalisten im Sudan. Mit dem Fall werde sich die Gruppe intensiv beschäftigen. Magdalena Keilhauer verwies auf eine Ausstellung im Landratsamt und in der Sparkasse Tirschenreuth: Auf Plakattafeln wird die 50-jährige Arbeit von Amnesty International dokumentiert sein. Die Arbeit von ai, mit Briefen gegen Menschenrechtsverletzungen zu protestieren und sie öffentlich zu machen, bezeichnete die Journalistin als „Schreib-Kraft gegen Streit-Macht“ und meinte: „Das könnte der Slogan sein auf dem Weg zu mehr Rechten für die Menschen.“

Nach der Gründung der Amnesty International- Gruppe im Waldsassener Rathaus – von rechts Sprecherin Angela Ziegler, Hugo Braun-Meierhöfer von der Gruppe Weiden, Landrat Wolfgang Lippert – er überreichte mit seinem Aufnahmeantrag auch eine Spende – sowie Magdalena Keilhauer, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit.

Bild und Text: Paul Zrenner für Der Neue Tag

Presse